Die Geschichte der St. Augustine Preparatory

 

Die Geschichte der St. Augustine Preparatory: Ein Weg zu Bildung für Alle

 
Im Jahr 2007 wurde die „St. Augustine Primary School“ von Judy Nyambura in Ruiru ins Leben gerufen. Zunächst unterrichtete sie ihre beiden Töchter sowie einige Kinder aus der Nachbarschaft in einem angemieteten Raum. Um auf ihre neue Schule aufmerksam zu machen, unterrichtete Judy lautstark und malte „St. Augustine Primary School“ groß an die Wand. Die Reaktion war überwältigend: Die Nachfrage nach einer erschwinglichen Bildung war enorm.
 
Bald wuchs die Schülerzahl so stark an, dass ein Umzug auf ein größeres Grundstück mit mehreren Klassenräumen notwendig wurde. Ihr Ziel blieb unverändert: Kindern aus einkommensschwachen Familien eine gute Grundschulbildung zu bieten. Stolz blickten alle Beteiligten im Jahr 2010 auf die ersten Absolventen, die erfolgreich ihren Primary School Abschluss (KCPE) an der St. Augustine Primary School feierten. Um sicherzustellen, dass die Schüler auch den nächsten Schritt in ihrer Ausbildung meistern konnten, unterstützte Judy Nyambura die Eltern aktiv bei der Suche nach geeigneten weiterführenden Schulen und nationalen Stipendien. Dies war besonders wichtig für Familien, die sich die Kosten für eine Sekundarschule nicht leisten konnten.
 
Die niedrigen Schulgebühren waren ein Schritt zur Förderung bedürftiger Familien, brachten jedoch auch Herausforderungen mit sich. Doch durch Engagement und kreative Lösungsansätze konnte das Bildungskonzept erfolgreich umgesetzt werden. Eine innovative Idee war die Zusammenarbeit mit Freiwilligen, die nicht nur ein bereicherndes Jahr in Kenia erlebten, sondern auch durch Deutschunterricht und verschiedene Bildungsprojekte einen Beitrag zur Weiterbildung der Kinder leisteten.

 
2009 entstand auf Initiative dieser Freiwilligen eine erste Kooperation mit der Deutschen Schule Nairobi (DSN), die interkulturellen Austausch durch Bibliotheksbesuche, gemeinsame Fußball-AGs und gegenseitige Einladungen zu Schulfesten ermöglichte. Diese Partnerschaft führte zu einem stetig wachsenden Unterstützernetzwerk, das heute den Verein „Shule ya kesho e.V.“ bildet.
 
Die Entwicklung der St. Augustine Primary School wurde auch in den folgenden Jahren kontinuierlich gefördert. Die Schule erhielt gebrauchte Computer, konnte ein eigenes Grundstück erwerben und erste Gebäude errichten. Judy Nyambura und James Njuguna, der sich als Projektkoordinator engagiert, meisterten nicht nur den schulischen Alltag, sondern passten sich auch dynamisch an die sich ständig ändernden Bildungsvorgaben in Kenia an. Im Jahr 2023 wurde St. Augustine zudem zu einer Modellschule für die Verlängerung der Primary-School-Zeit von acht auf zehn Jahre und erhielt einen neuen Namen St. Augustine Preparatory.
 
Um auch weiterhin vielen Schülerinnen und Schülern eine bezahlbare Bildung zu ermöglichen, benötigt unser Verein Ihre Unterstützung. Die geplanten baulichen Erweiterungen, insbesondere der Bau eines weiteren Stockwerks, sind entscheidend, um ausreichend Klassenräume zu schaffen. Es ist geplant, ein im Moment zusätzlich gepachtetes Grundstück zu kaufen. So kann die notwendige Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit des Schulbetriebs sichergestellt werden.

Kurzfristig werden im Dezember 2024 provisorische Klassenräume gebaut, um den sich rasch ändernden Anforderungen der kenianischen Schulbehörden gerecht zu werden.
 
Gemeinsam können wir die Erfolgsgeschichte der St. Augustine Preparatory weiter schreiben und die Schule von morgen, „Shule ya kesho“, gestalten. Helfen Sie uns, damit noch viele Kinder die Chance auf eine bessere Bildung erhalten!